So wird Ihr Stammtischbesuch nicht zur Naturkatastrophe

Die Sommerpause der Modellbahn ist mit Beginn vom Herbst vorüber und die ersten Modellbahn-Stammtische laden ihre Freunde, Bekannte und neue Gesichter wieder ein.

Damit dieser Besuch mit Fahrzeugen, Zubehör und Modulen, bzw. Kleinanlagen nicht in einer „Naturkatastrophe“ endet, eignen sich folgende Abschnitte, wie man seine Schätze zum Stammtisch unversehrt transportieren kann.

Wann ist wo welcher Stammtisch für mich?

Allein macht die Beschäftigung mit der Modellbahn selten Spaß. Seit längerer Zeit gibt es die „altmodisch“ anmutende Art von Stammtischen auch für Modellbauer und Modellbahner. Hier wird es zwar auch mal politisch, vorrangig geht es aber um den Austausch über Neuheiten, frisch erworbene Fahrzeuge, selbstgebaute Modelle oder Dioramen. Auch werden die Sorgenkinder im Fuhrpark mitgebracht und bestenfalls vor Ort wieder zum Laufen gebracht. Aber wo findet man diese „Stammtische“ eigentlich?

Heutzutage werden viele Modellbahnstammtische jeder Spurweite in Foren und Webseiten angekündigt. Diese finden mittlerweile deutschlandweit statt, so dass man immer einen Stammtisch in seiner Spurweite in der Nähe hat. Ausnahmen gibt es immer mal wieder, aber die Dichte ist schon beachtlich für die heutige Zeit. Viele Stammtischtermine finden in monatlichen Rythmen statt, wenige in wöchentlichen Zeitabständen.

Besuch und Mitbringsel, was ist wichtig?

Hat man Kontakt aufgenommen und Gefallen an dem Stammtisch gefunden, möchte man natürlich auch seine Sachen zeigen wollen. Es heißt aber nicht, dass man seine komplette Sammlung mitbringen kann, denn auch bei einem Stammtisch gibt es nur begrenzten Platz. Meistens werden Stammtische in einem Gasthof oder anderen Lokalität ausgelebt, wo man sich mit Speis und Trank versorgen kann. Und für langanreisende Besucher eventuell auch eine Übernachtungsmöglichkeit.

Zuallererst ist es wichtig, dass es ein, zwei Personen gibt, die das Gleisoval, am besten mehrgleisig, und das passende elektrische Zubehör, wie Trafos über Digitalzentralen und Stromkabel, mitbringen. Denn ohne diese zwei wichtigen Sachen wird kein einziges Modell seine Runden drehen können und alle Teilnehmer schauen in die Röhre.

Auch ist es wichtig, dass das bestehende Mobiliar in der Lokalität den Stammtisch gerecht wird. Die Tische sollten ausreichend breit, mehr wie 60cm, sein. In der Länge sind mit Rücksprache des Lokalbesitzers kaum Grenzen gesetzt. So kann man im besten Fall zwei, drei Tische hintereinander stellen und kann somit länger Gleisovale aufbauen, um die langen ICE´s oder Güterzüge in seiner ganzen Länge präsentieren zu können.

Der Transport ihrer Schätze zum Stammtisch

Wichtig für einem selbst ist der Transport der eigene Schätze zum Stammtisch. Diese sollten unbeschädigt vom und zum Haus kommen. Hier haben sich einige Teilnehmer kreative Ideen, z.B. Schubladenboxen aus dem Bürobedarf, einfallen lassen, auch wenn es natürlich einfacher geht.

Man nehme eine gewöhnliche Klappkiste, die man sicherlich im Haus hat. Lustigerweise sind es Klappkisten von Unternehmen, die es seit Jahrzehnten nicht mehr gibt, so wie z.B. vom Unternehmen mit dem Werbeslogan „20% auf alles, außer auf…“. Die tragbare Klappkiste ist hier teilweise sogar für die übergroßen Verpackungen von Modellbahnherstellern bestens geeignet. Ein bisschen Tetris-Erfahrung ist dann doch zu gebrauchen und führt zu einem sicheren Transport, ohne dass die Kiste in der nächsten schnelleren Kurve, weil man wieder zu spät dran ist, umfällt.

Auch Module, welche man auf seinem Schreibtisch gebaut hat, kann man so wunderbar geschützt zur Teilnahme mitbringen, ohne dass man eine Naturkatastrophe in Miniatur befürchten muss. Hat man genug Platz für ein zweite tischfreundliches Modul, kann man über die Modulenden ein Stück Holz zum Verbinden beider Module nutzen, und die modulare Strecke für den Stammtisch deutlich erweitern. Auch kann man solche Tischmodule dann für eine Fotosession mit den anderen Teilnehmern zusammen nutzen.

Die Teilnahme am Stammtisch

Ein Stammtisch lebt von Teilnahme und Austausch. Hier und da kann es mal hitzig werden, wenn man sich mal wieder über einen Hersteller oder ein bestimmtes Modell aufregt. Aber im nächsten Moment fängt man wieder zu Lachen an und findet andere Themen um am Hobby Spaß zu haben.

Das Spiel „Reise nach Jerusalem“ ist hier sprichwörtlich öfters zu sehen und so kommt man immer zum Austausch mit den „alten Hasen“ und den „Küken“. Dann wird über diese Handfertigkeit oder Machbarkeit gesprochen, Probleme bei der Gleisplanung besprochen und verbessert, zu einem kühlen Blonden die Neuheiten der jeweilige Hersteller ihrer Spurweite diskutiert.

Nebenher gibt es auch Teilnehmer, die sich um das Fotografieren des Stammtisches bemühen und die gezeigten Modelle und Umbauten auf Foto und Video bannen. Mitunter auch auf dem Gleisoval mit Licht und Ton. Darunter dann ihre Modelle oder Module / Dioramen, die dann Begeisterung hervorheben.

Alles hat ein Ende, nur….

Geht es langsam zum Ende eines Modellbahn-Stammtisches, geht das große Packen wieder los. Auch hier haben Sie die vorher gedachte Reihenfolge des Stapelns in der Klappkiste natürlich befolgt und die Module oder Dioramen sind sicher verstaut. Wenn Sie Glück haben, haben Sie andere Teilnehmer mit ihren Modulen oder Dioramen angesteckt und diskutieren, noch vor der Rückfahrt zum trautem Heim, über kommende Module für eine Erweiterung der Stammtisch-Strecke. Mit Freude fahren Sie dann wieder nach Hause und denken schon an den nächsten Termin.

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